Was ist "Aufatmen!"

Aufatmen! ist eine neue Methode aus den Niederlanden, die Menschen hilft, vom Rauchen oder irgendeiner anderen Form der Sucht oder Abhängigkeit loszukommen – und zwar mit dem Buch „Aufatmen!“ (Nur für Raucher), mit dem Buch "SuchtFrei" (für alle formen der Sucht oder Abhängigkeit), oder mit einem Training oder individueller Beratung. Die Methode eignet sich auch für Unternehmen und Institutionen.

Jeder kann mit dem Rauchen aufhören

Seit Jahren hat Aufatmen! (niederl. De Opluchting) Tausende Niederländer mit dem Buch und einem eintägigen Training zu Nichtrauchern gemacht. Seitdem das Buch „Aufatmen!“ auf Deutsch erschienen ist, hält der Verfasser Jan Geurtz auf Verlangen manchmal auch in Deutschland Aufatmen-Seminare ab.
Aufatmen! wurde 1998 in den Niederlanden unter dem Titel „De Opluchting“ veröffentlicht. Bereits nach einem Jahr erschien die dritte Auflage. Das Buch hat vielen Menschen geholfen, mit dem Rauchen aufzuhören. Anfang 1999 wurde es ins Dänische, in 2002 ins Deutsche und in 2004 ins Spanische übersetzt. Da Aufatmen! viel mehr auf die psychischen und gefühlsmäßigen Ursachen der Nikotinsucht eingeht, eignet es sich auch für alle, die das Buch von Allan Carr bereits gelesen haben
Im Nachstehenden können Sie den Anfang von Aufatmen! lesen, genauer gesagt die Inhaltsangabe und die ersten drei Kapitel. So erhalten Sie einen Eindruck von Stil und Inhalt.

 

 

Inhalt
Vorwort
Einführung

1. Gebrauchsanweisung für dieses Buch 11
2.Der einfache Weg, mit dem Rauchen aufzuhören 14
3.Wie ist es möglich, Nichtraucher an einem Tag zu werden? 16
4. Den glücklichen Raucher gibt es nicht 20
5. Wie wirkt eigentlich eine Zigarette? 26
6. Widersprüchliche körperliche Reaktionen auf Nikotin 32
7. Die Wirkung von Nikotin 35
8. Schematische Darstellung der Wirkung von Nikotin 40
9. Rauchen in negativ-aktiven Situationen 43
10. Rauchen in positiv-aktiven Situationen 47
11. Rauchen in negativ-passiven Situationen 51
12. Rauchen in positiv-passiven Situationen 56
13. Mehr rauchen in bestimmten Situationen 59
14. Rauchen schmeckt (nicht) 61
15. Der Beginn der »Raucher-Karriere« 67
16. Rauchen war immer so etwas Normales 71
17. Die Vorteile der Sucht 77
18. Die Angst vor dem Aufhören; die Befürchtung zu scheitern 83
19. Die Angst vor dem Aufhören; die Befürchtung, es zu schaffen 91
20. Der Mythos der Selbstüberwindung 95
21. Gesundheit 102
22. Ein Brief an die Zukunft 107
23. Die richtige Motivation, um aufzuhören 110
24. Mögliche Argumente, trotzdem weiterrauchen zu wollen 116
25. Die bewusste Entscheidung mit Aufatmen! 119
26. Praktische Tipps für die »Zeit danach« 122
27. Die Angst vor den Gedanken 125
28. Nur eine Zigarette gibt es nicht 128
29. Rauchen ist immer erlaubt 130
30. Vermeidungsverhalten 133
31. Die richtige Planung 138
32. Die Gesellschaft anderer Raucher 141
33. Ersatzmittel 144
34. Weiche und andere Drogen 148
35. Der schwierige Moment 151
36. Gewichtszunahme? 158
37. Die Lebenskrise 164
38. Ein Versuch oder ein Entschluss 172
39. Checkliste 179
40. Die letzte Zigarette 181
Anhang
Wer andere vom Rauchen befreien möchte 185
Über rauchfreie Arbeitsplätze 187
Informationen über die Aufatmen!-Seminare 189


1. »Gebrauchsanweisung« für dieses Buch

Es gibt einige Gebrauchsanweisungen, die Sie befolgen sollten, um erfolgreich mit Hilfe dieses Buches das Rauchen aufzuhören. Die erste lautet:

1. Rauchen Sie beim Lesen einfach weiter und versuchen Sie, es zu genießen.

Das heißt, dass Sie nicht schon jetzt versuchen sollten, weniger zu rauchen als Anlauf zum endgültigen Aufhören. Weniger rauchen ist viel schwieriger als gänzlich mit dem Rauchen aufzuhören. Zudem ist es völlig zwecklos, da es ein Weniger-süchtig-Werden nicht gibt. Wenn Sie versuchen, weniger zu rauchen, vergrößern Sie nur Ihre Angst vor dem endgültigen Ende und verstärken damit nur Ihre Sucht
Das heißt auch, dass Sie nicht absichtlich viel mehr rauchen sollten. Ich höre gelegentlich von Leuten, die sich so aus der Patsche helfen wollen: Sie versuchen, so viel zu rauchen, dass es ihnen ganz schlecht geht, in der Hoffnung, dass das Aufhören dann leichter fällt. Das kann aber leicht ins Auge gehen: Sie wissen schon längst, dass Rauchen schlecht für Sie ist und dass es Ihrer Gesundheit schadet. Wenn Sie nun noch mehr als üblich rauchen, verstärken Sie nur Ihre Abhängigkeit
Die erste Gebrauchsanweisung sagt auch: Versuchen Sie, das Rauchen zu genießen. Damit meine ich: Rauchen Sie so bewusst wie möglich und wenn es Ihnen schmeckt, genießen Sie es. Wenn Sie es eklig finden, fühlen Sie sich nicht schuldig, sondern denken Sie sich: Bald habe ich das endgültig hinter mir
Versuchen Sie in jedem Fall, sich wegen des Rauchens nicht dumm, schlapp oder schuldig zu fühlen. Erlauben Sie sich selbst, während des Lesens dieses Buches zu rauchen, vielleicht zum ersten Mal in Ihrem Leben. Erlauben Sie es sich, weil es der ideale Weg ist, vom Rauchen in Kürze ganz loszukommen.

2. Überschlagen Sie nichts, lesen Sie ein Kapitel immer erst dann, wenn Sie das vorhergehende zu Ende gelesen haben.

Manche Menschen sind so gespannt auf die Lösung in diesem Buch, dass sie gleich hinten zu lesen anfangen. Leider schießen sie dann am Ziel vorbei. Es gibt am Ende des Buches nicht die eine Seite, die Sie letztlich vom Rauchen befreit. Es geht darum, das Buch von A bis Z zu lesen. Der Aufbau der einzelnen Kapitel und ihr Bezug zueinander bewirkt ein Durchbrechen Ihrer Abhängigkeit vom Rauchen
Andere machen sich sofort auf die Suche nach Passagen, über die sie sagen können: »Siehst du, ich wusste doch gleich, dass die Methode der reine Unsinn ist!« Falls Sie beweisen möchten, dass es nicht möglich ist, auf einfache Art und Weise zum Nichtraucher zu werden, wird Ihnen das ohne Zweifel gelingen. Sie können sich dann die Mühe des Weiterlesens (und des Aufhörens) sparen. Natürlich ist es schade, dass Sie dann nie wissen werden, warum so viele andere Menschen es ganz einfach geschafft haben. Worum geht es Ihnen wirklich: um eine Bestätigung Ihres eigenen Vorurteils? Oder um eine einfache Methode, wie Sie mit dem Rauchen aufhören können?
Na, also!

3. Lesen Sie dieses Buch so schnell wie möglich durch

Manche Leser dieses Buches sagen sich bereits nach einigen Kapiteln: »Hey, das ist echt ein gutes Buch, schon bald werde ich das Rauchen wirklich aufgegeben haben!«, und dann lesen sie immer langsamer. Raucher sind nämlich wahre Künstler, wenn es darum geht, sich selbst zum Narren zu halten, das eine zu denken und das andere zu tun. Es sieht dann so aus, als wären wir drauf und dran aufzuhören, und damit verdrängen wir unser Schuldgefühl, dass wir nicht wirklich aufhören. In Wirklichkeit sind diese langsamen Leser Opfer ihrer eigenen Angst. Aber seien Sie beruhigt: Dieses Buch nimmt Ihnen nichts weg, es zwingt Sie auch keineswegs dazu, das Rauchen sein zu lassen. Es ist nicht so, dass Sie aufhören müssen, wenn Sie dieses Buch ausgelesen haben. Ob Sie aufhören oder nicht und wann Sie aufhören, das entscheiden Sie schließlich selbst! Es ist ja gerade das Rauchen, das man oft mit Widerwillen macht, nicht das Aufhören. Es kann deshalb sehr gut sein, dass Sie nach dem Lesen dieses Buches richtig Lust haben, mit dem Rauchen Schluss zu machen …
Diese dritte Gebrauchsanweisung sagt im Wesentlichen, dass Sie jedes Kapitel lesen müssen, bevor Sie das vorhergehende vergessen haben. Manche Raucher werden beim Lesen dieses Buches erst allmählich den Entschluss entwickeln, mit dem Rauchen aufzuhören. Ihnen rate ich, wenigstens ein Kapitel pro Tag zu lesen. Weniger lesen bedeutet, sich selbst zum Narren zu halten. Je mehr Kapitel Sie pro Tag lesen, desto besser. Wollen Sie sich jedoch so schnell wie möglich von Ihrer Rauchsucht befreien? Dann ist es am besten, wenn Sie sich einen Nachmittag und einen Abend freinehmen und das Buch auf einmal lesen. Ab und zu sollten Sie dabei eine Lesepause von einer Stunde einlegen, etwas essen oder spazieren gehen und dafür sorgen, dass Sie mit sich allein sein können. Ziehen Sie den Telefonstecker heraus und machen Sie aus diesem Tag ein besonderes Abenteuer, ein Geschenk an Sie selbst. Sie werden es nie bereuen.


2. Der einfache Weg, mit dem Rauchen aufzuhören

Jeder Raucher wird auf diese Frage antworten: »Es ist sehr schwer, mit dem Rauchen aufzuhören.« Jeder Ex-Raucher, der durch Aufatmen! aufgehört hat, wird sagen: »Es war eigentlich ganz leicht.« Ich zeige im Folgenden einige Beispiele von den Reaktionen ehemaliger Raucher, die mit Hilfe von Aufatmen! das Rauchen aufgegeben haben
Ich habe seit dem Seminar nicht mehr geraucht und ich vermisse es absolut nicht. Ich finde es nicht widerlich, ich finde es auch nicht angenehm, ich finde es überhaupt nichts! (Irmgard, 42, Journalistin)
Ich war erst ein bisschen skeptisch nach dem Seminar. Aber am nächsten Tag spürte ich es sofort: Es funktioniert wirklich! Ich habe auch keine Probleme mehr gehabt. (Ben, 63, Musiker)
Sogar zu einem Glas Wein brauche ich keine Zigarette mehr. Ich bin so froh! Und es ist einfach wunderbar, Zeit zu haben, um an andere Dinge als an eine Zigarette zu denken. (Inge, 32, Mutter von zwei Kindern)
Auch nach dem Kino, in der Kneipe, bei einem Bier oder umgeben von Rauchern muss ich jetzt keine Zigarette mehr rauchen. (Martin, 24, Student)
Mir ist bewusst, dass es besser ist, nie wieder zu rauchen. Und es ist ganz wunderbar zu wissen, dass ich es auch nicht mehr brauche! (Karel, 36, Schiffszimmermann)
Wie ist das zu verstehen, dass so viele ehemalige Raucher sagen, dass es sehr einfach war, mit dem Rauchen aufzuhören, während Sie, künftiger Nichtraucher, so sehr davon überzeugt sind, dass das eine ganz schwierige Sache ist? Wer spielt hier verrückt, der Raucher oder der Ex-Raucher?
Die Antwort lautet: Keiner von beiden. Aufhören ist schwer und aufhören ist einfach, je nachdem, wie man es macht. Ich werde Ihnen dafür ein Beispiel geben
Vor einiger Zeit hielt ich mich im Zusammenhang mit meinen Aktivitäten als Sänger in einem Laienchor in einer alten Pfarrei auf. (Übrigens geht es mir mit dem Singen zehnmal besser, seit ich nicht mehr rauche, aber das nur nebenbei.) Beim Verlassen des Gebäudes stieß ich auf eine prächtige, alte Holztür mit viel Messingbeschlag. Ich versuchte, die Tür zu öffnen, jedoch vergeblich. Die Türklinke ließ sich keinen Millimeter bewegen. Ich suchte an den vielen Messingteilen nach einem Stift, einem Haken oder einem anderen mechanischen Teil, das diese Blockade verursachte. Es war nichts Derartiges zu finden. Daraufhin überlegte ich, dass die Türklinke schlichtweg klemmen könnte, und drückte mit aller Kraft auf sie. Nichts bewegte sich. Was nun? In meiner Fantasie sah ich bereits Kettensägen im Einsatz, doch blickte ich mich zunächst unschlüssig ein wenig um. Mein Blick fiel auf ein Stückchen Karton, das neben der Tür auf dem Boden lag. Es war ein Kärtchen mit einer Mitteilung. Ich hob es auf und las: Klinke nach oben. Unabhängig von der Situation wäre das ein ziemlich sinnloser Text gewesen, vage Assoziationen hervorgerufen von Psalmen, die zum Himmel ertönen. Das Stückchen Karton hatte aber eindeutig an der Tür geklebt und enthielt einen entscheidenden Hinweis, wie diese kolossale Tür einfach zu öffnen war: die Türklinke nicht nach unten, sondern nach oben drücken. Schmunzelnd verließ ich das Gebäude
War es nun schwierig oder einfach, diese Tür zu öffnen?
Ohne die richtige Information wäre es sehr schwierig, ja fast unmöglich gewesen. Mit der richtigen Information war es kinderleicht. Der Weg, der normalerweise am wahrscheinlichsten zum Ziel führt (die Türklinke nach unten zu drücken), war hier eben der falsche Weg. Oder anders ausgedrückt: Den einfachen Weg finden Sie immer, wenn Sie das Entgegengesetzte dessen tun, was Sie sich antrainiert haben, wenn Sie den Automatismus abschalten
In ähnlicher Weise können Sie das Aufhören mit dem Rauchen als etwas sehr Schwieriges betrachten oder als etwas ausgesprochen Einfaches, je nach der Methode, die Sie anwenden. Den einfachen Weg finden Sie, wenn Sie nicht dorthin schauen, wo Ihre Erwartung normalerweise liegt, sondern wenn Sie in der entgegengesetzten Richtung suchen. Jeder Raucher denkt beim Aufhören an Begriffe wie Willenskraft, eine schwierige Zeit, langer Atem, Durchsetzungsvermögen. Die einfache Methode wählt genau die entgegengesetzte Richtung. Sie werden mehr als nur schmunzeln, wenn Sie durch diese Tür das Gefängnis des Rauchers verlassen haben und befreit die frische Luft einatmen.


3. Wie ist es möglich, Nichtraucher an einem Tag zu werden?

Für die meisten Raucher ist es ein geradezu erschütternder Gedanke, dass etwas, das Sie seit vielen Jahren tagein, tagaus tun, an einem einzigen Tag vorbei sein soll. Rauchen ist schließlich eine Sache, von der man schrecklich abhängig ist, für die man sich auch gelegentlich schämt, die man eigentlich längst aufgeben wollte, es aber nie wagte. Und von so etwas soll man an nur einem Tag befreit werden können? Das kann ja wohl nur Betrug sein und keine Befreiung.
Und doch ist es möglich. Stärker noch: Es geschieht sogar regelmäßig, dass Menschen an einem einzigen Tag völlig von ihrer Rauchsucht befreit werden. Und noch stärker: Eigentlich braucht man nicht einmal einen Tag, sondern nur einen Moment: den Moment, an dem Sie beschließen, dass Sie nicht mehr rauchen müssen. Nur wenige erfahren diesen Moment spontan, erleben plötzlich das starke Gefühl »Ich brauche das nicht mehr« und hören definitiv zu rauchen auf
Die meisten Raucher denken fast täglich ans Aufhören, lassen sich aber von der Angst, dass ein Leben ohne Zigaretten furchtbar schwierig sein könnte, wieder davon abbringen. Aufatmen! programmiert alle Gedankengebilde und Gefühle, die Sie ans Rauchen ketten, um, sodass Sie sich wieder frei entscheiden können. Sagen Sie doch selbst: Wenn Sie den Zwang nicht mehr spüren würden, wenn Ihnen das Rauchen nicht mehr schmecken würde und wenn Sie wirklich vor der freien Entscheidung stünden, ob Sie für den Rest Ihres Lebens Raucher bleiben oder zum Nichtraucher werden, dann würden Sie doch sofort damit aufhören, oder?
Aber, Moment mal: Bedeutet Umprogrammieren nicht so etwas wie Gehirnwäsche?
Nein, hier kann man eher vom Zurücknehmen einer Gehirnwäsche sprechen. Es ist der Raucher, der an der typischen Form von Gehirnwäsche leidet, die wir auch »psychische Sucht« nennen. Es ist der Raucher, der denkt, dass er erst Rauch inhalieren muss, bevor es gemütlich werden kann. Es ist der Raucher, der Angst hat, etwas zu beenden, das ihn langsam, aber sicher kaputtmacht. Es ist der Raucher, der ein Vermögen für etwas ausgibt, für das er sich manchmal schämt, sich schuldig fühlt und womit er irrsinnig gern aufhören würde. Es ist der Raucher, der diese Sachen schon lange weiß, der sich aber zu schwach fühlt, dem ein Ende zu setzen. Es ist der Raucher, der eine Gehirnwäsche erfahren hat. Aufatmen! durchbricht diesen Teufelskreis nur. Hinterher sind Sie frei, um als Nichtraucher durch das Leben zu gehen

 

vrouwAbbildung 1:
alte Frau/junges Mädchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie können es auch so sehen: Jeder Rauchsüchtige hat ein bestimmtes Bild von seiner Sucht, eine bestimmte Art und Weise, über seine Sucht zu denken und zu empfinden. Diese Betrachtungsweise macht ihn vom Rauchen abhängig. Es gibt jedoch noch eine andere Sicht, aus der man das Rauchen betrachten kann, nämlich die Sicht des Nichtrauchers. Sobald Sie als Raucher Ihre persönliche Einstellung zum Rauchen gegen die Einstellung eines Nichtrauchers austauschen, sind Sie vom Rauchen befreit. Diese Umwandlung eines bestimmten Bildes nennt man in der Psychologie auch »Gestaltwandel«. Abbildung 1 zeigt eine alte Frau oder ein junges Mädchen, je nachdem, welches Bild Sie beim ersten Betrachten sehen. Sehen Sie nur eine der beiden Möglichkeiten? Dann schauen Sie noch länger hin. Die große krumme Nase der alten Frau ist gleichzeitig die linke Wange und der Kiefer des jungen Mädchens. Der Mund der alten Frau ist das Halsband der jungen Frau. Das linke Auge der alten Frau ist das linke Ohr der jungen Frau. Sehen Sie es?
Wenn Sie nach wie vor nur eines der beiden Bilder sehen, lesen Sie einfach weiter und schauen Sie ab und zu auf die Abbildung. Vielleicht können Sie jemand anderem die Abbildung zeigen, bis Sie selbst beide Bilder erkennen
Der Wechsel von einem Bild zum anderen findet immer in einem kurzen Augenblick statt. Manche empfinden das als »Aha-Erlebnis«. Während Sie dieses Buch lesen, können Sie auch so einen Moment erleben, den Moment, an dem Sie plötzlich das Rauchen völlig anders sehen. Das kann Sie tief berühren und wenn Sie das spüren, haben Sie es eigentlich schon geschafft. Übrigens können Sie auch dann einfach weiterrauchen, bis Sie das Buch ausgelesen haben
Der Übergang vom Raucher zum Nichtraucher muss nicht unbedingt abrupt stattfinden. Er kann auch ein langsamer Prozess sein. Am Ende dieses Buches werden Sie sicher ein ganz anderes Bild vom Rauchen haben als zu Beginn, ohne dass Sie genau sagen können, wann sich Ihr »Raucherbild« in ein »Nichtraucherbild« gewandelt hat. Abbildung 2 illustriert diesen Vorgang. Am Ende der Reihe sehen Sie ein ganz anderes Bild als am Anfang, aber wo genau die Änderung eintritt, ist nicht festzustellen
Abbildung 2:Verlaufende Darstellung Männerkopf - Frauenkörper.

gezichten

Egal, ob sich nun bei Ihnen der Übergang vom Raucher zum Nichtraucher plötzlich oder langsam vollzieht, das Ergebnis bleibt das gleiche: Sie werden den Drang, eine Zigarette anzustecken, nicht mehr spüren. Sie sind frei für ein Leben ohne Sucht
Zunächst müssen wir uns einmal damit auseinander setzen, was diese Sucht eigentlich ist. Ich rede ja des Öfteren von freier Entscheidung, also sollten wir uns auch die Alternative genauer ansehen, nämlich weiterzurauchen. Wir wollen nun einmal so frei und unbefangen wie möglich untersuchen, ob es nicht doch möglich wäre, weiterhin zu rauchen. Es stellt sich dann die Frage: Kann ich ein glücklicher, zufriedener Raucher werden?
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